Rüdesheimer Platz Berlin

17-September-2011

Hingehen

Am Sonntag ist Wahl!

Im Tagesspiegel von Freitag, 15.9.2011 ist auf Seite 5 ein sehr ausführlicher Bericht über Demokratie und Wahlen. Es geht dort darum, wie Bürger/innen mit ihrem Wahlzettel den stillen Protest gegen die Parteien ausüben.

„Sie wollen am demokratischen Prozess teilhaben und dennoch ein Zeichen setzen, in dem sich viele explizit für niemanden entscheiden.“ Die Wahlforscher erklären sich dieses Verhalten so: „.. dass viele durch ungültiges Wählen ihren Unmut zum Ausdruck bringen wollen.“ Allerdings ist „der Ungültig-Wähler der am wenigsten erforschte Wähler.“

Die Berliner Landeswahlleiterin, Petra Michaelis-Merzbach, ist der Meinung, dass dies von Bequemlichkeit zeugt und aus ihrer Sicht sinnlos und wirkungslos ist. Man taucht zwar in der Statistik auf, sendet aber keine politische Botschaft.

Wieso eigentlich?

Ist es nicht so, dass ich mit der Ungültig-Stimme in Ermangelung einer Option: „Keine Partei“ signalisiere, dass sich etwas im Parteienspektrum und in den Parteien ändern muss? So wäre die Berliner Landeswahlleiterin bei einer höheren Zahl ungültiger Stimmen (mehr als zwei Prozent) in der Tat bereit, dem Phänomen Aufmerksamkeit zu schenken; „Dem würden wir nachgehen.“

Der Tagesspiegel Artikel vom 16. September 2011 regt mich nun an, den „Aktiven Boykott“ mit Zahlen zu belegen. Hieraus wird nicht nur ersichtlich, dass das UNGÜLTIG Wählen eine Zahl bedeutet, sondern dass dies bei uns in Berlin Einfluss hätte, wenn tatsächlich die ungültigen Stimmen in das Endergebnis einfließen würde.

Tabelle: Beispiel Berlin Stimmbezirk 404

Merkmale

Ergebnis zur Abgeordnetenhauswahl 2006
Nur gültige Stimmen

Hypothetisch 10% mehr
Ergebnisse werden 1:1 übernommen
Alle abgegebenen Stimmen

Absolut

Prozent

Absolut

Prozent

Differenz %

Wahlberechtigte

1.120

1.120

WählerInnen

534

47,7

648

57,9 (100)

Ungültige Stimmen

9

1,7

123

19,0

Gültige Stimmen

525

98,3 (100)

525

81,0

SPD

188

35,8

188

29,0

6,8

CDU

159

30,3

159

24,5

5,8

Die Linke

25

4,8

25

3,9

0,9

GRÜNE

93

17,7

93

14,3

3,4

FDP

33

6,3

33

5,1

1,2

WASG

27

5,1

27

4,2

0,9

Summe

525

81,0

19,0

Daraus wird sofort erkennbar, dass wenn es tatsächlich so wäre, dass alle abgegebenen Stimmen als Grundlage gelten, die WASG nicht ins Bezirksparlament eingezogen wäre.

Der Einfluss auf die 5%-Hürde zeigt sich wie folgt: Eine Partei braucht im Falle der Berechnung auf Grundlage der

  • gültigen Stimmen: 27
  • ungültigen Stimmen: 33

Stimmen, um ins Parlament zu kommen.

Aktueller Stand

Das Landeswahlgesetz Berlin wurde am 6. Juli 2006 geändert. Dort lese ich in §15 Stimmen: „Die Stimmen der zurückgewiesenen Wahlbriefe gelten als nicht abgegeben.“

Aber wie sieht es mit den ungültigen Stimmen aus den Wahllokalen aus? Darüber steht nichts im Landeswahlgesetz. Sie gelten damit als abgegeben und werden als solche in der Statistik geführt.

Allerdings gehen sie nicht in die Berechnung ein – auch nicht in Berlin. Die amtlichen Wahlergebnisse zeigen auch in Berlin beim Nachrechnen, dass die ungültigen Stimmen nicht zählen.

Daher ist ein Aufruf im Tagesspiegel zum „Aktiven Boykott“ mit einer ungültigen Stimme keine Alternative. Wer wirklich Einfluss nehmen möchte – und keine der etablierten Parteien wählen kann, wird sich nach einer kleinen Partei umsehen (müssen), um mit einem gültigen Wahlzettel in die Statistik einzugehen und die Hürde für die 5 Prozent nach oben zu setzen. Leider wird damit kein sichtbares Signal für die Landeswahlleiterin erkennbar, um sich der Tatsachen anzunehmen, endlich mal den Willen des Volkes in ein passables Gesetz zu gießen.

Geht doch hin!

Damit zumindest mit einer hohen Wahlbeteiligung demonstriert wird, dass ein Interesse an der demokratischen Beteiligung vorhanden ist.

Quellen:
Artikel im Netz: http://www.tagesspiegel.de/politik/aktiver-boykott/4613334.html
Zahlen des Stimmenzirkes aus dem Ergebnisbericht mit der amtlichen Endergnis: http://www.wahlen-berlin.de/wahlen/BE2006/ErgebnisBerichte.asp?sel1=1051&sel2=0700

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14-September-2011

Klavierkonzerte

Hiermit lade ich wieder alle Interessenten an einem Klavierkonzert mit Ronny Kaufhold zu den folgenden Veranstaltungsterminen ein:

17.09.2011 Berlin (Grunewaldkirche), 20:00 Uhr
21.10.2011 Berlin (C. Bechstein Centrum im Stilwerk), 19:00 Uhr
06.11.2011 Leipzig (Mendelssohn-Haus), 11:00 Uhr

Zu hören gibt es diesmal jeweils Werke von

F. Chopin (4 Balladen)
F. Mendelssohn Bartholdy (Präludium und Fuge Nr. 1) und
F. Liszt (Vallée d’Obermann + Mephisto-Walzer Nr. 1)

Ich würde mich sehr freuen, alle interessierten Musikfreunde als Zuhörer/innen bei einem oder mehreren der Konzerte begrüßen zu dürfen.

Viele Grüße von Ronny Kaufhold

12-September-2011

Japanisch-Deutsches-Zentrum

Filed under: Aktivierung,Aktuelles,Engagement,Konzert,Theater — ruedesheimerplatz @ 12:00


Das Zentrum lädt zu folgenden Veranstaltungen ein und bittet um telefonische Anmeldung (030 –  839 07 123) oder per E-Mail: kultur_at_jdzb.de:

109. Dahlemer Musikabend

Freitag, 16. September 2011, 19:30 Uhr
URUSHIHARA Keiko Violine & Jacob Leuschner Klavier

W. A. Mozart Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 378
L. v. Beethoven Sonate für Klavier und Violine Nr. 10 G-Dur op. 96
R. Strauss Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op.18

Benefizkonzert für die Waisen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan

Dienstag, 20. September 2011, 19:30 Uhr
KAKUNO Marina, Violine & KAKUNO Reiko, Klavier

Werke von F. Schubert, E. W. Korngold, E. W. Elgar, S. Rachmaninow, R. K. Schtschedrin, E. A. Chausson und A. Bazzini

Vortrag

Freitag, 23. September 2011 • 19 Uhr
IIZAWA Kôtarô (Kunstkritiker und Fotografiehistoriker)
„Die Preisträger des Newcomer‘s Award der Photographic Society of Japan – Eine Perspektive auf die zeitgenössische japanische Fotografie“
Mit japanisch-deutscher Übersetzung

Japanisch-Deutsches Zentrum in Zusammenarbeit mit der The Photographic Society of Japan

Sollten Sie nach Ihrer Zusage dennoch verhindert sein, bitten wir um telefonische Benachrichtigung, damit wir die Plätze weitervergeben können.

Saargemünder Str. 2 ||| 14195 Berlin ||| Tel: +49 (0)30 839 07-0 ||| Fax: -220 ||| jdzb@jdzb.de ||| http://www.jdzb.de

Hilfe für Japan!

Die Naturkatastrophe vom Freitag, dem 11. März 2011 hat die Menschen tief erschüttert. Die Folgen des stärksten Erdbebens seit Beginn der Aufzeichungen in Japan und der verheerende Tsunami stellen das Land vor unvorstellbare Herausforderungen.
Die Menschen im Norden Japans brauchen dringend die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Jede kleine Spende über seriöse Organisationen hilft! Danke!
Verband Deutsch-Japanische Gesellschaften e. V. (VDJG). Commerzbank Düsseldorf. Spendenkonto: 808 828 801 (BLZ 300 400 00). Stichwort Erdbebenkatastrophe Japan

09-September-2011

Religionen auf dem Weg des Friedens

Filed under: Aktivierung,Aktuelles,Engagement,Gemeindeleben,Termine — ruedesheimerplatz @ 17:16
Tags: , ,

Am Sonntag, den 11. September 2011, am 10. Jahrestag der terroristischen Anschläge in den USA, lädt die interreligiöse Initiative „Religionen auf dem Weg des Friedens“ zu einem gemeinsamen Gedenken und Friedenszeugnis rund um das Brandenburger Tor ein.

Sonntag 11. September 2011
von 13 bis 17 Uhr
rund um das Brandenburger Tor

Sie ermutigt interessierte Berliner und die Gäste in der Stadt, am 11. September 2011 als Zeichen für ihren Willen zum Frieden blaue Kleidungsstücke zu tragen, ob Schal, Jacke, Hose, Rock, T-Shirt, Pullover, Kopftuch oder Hut. Jede und jeder am friedlichen Zusammenleben Interessierte kann so mitmachen, am Brandenburger Tor gemeinsam mit anderen oder als Zeichen an anderen Orten in der Stadt.
Lesen Sie mehr auf der Seite der Patmos-Gemeinde.

02-September-2011

Netzkultur

Das Internet und die Zukunft der Demokratie

Ein kleiner Ausschnitt des World Wide Web, dargestellt durch Hyperlinks. Urheber: chris73 - WikimediaCommons

Wie verändert das Internet unser Gemeinwesen, die Kultur unseres Zusammenlebens und die Öffentlichkeit? Wer kontrolliert das Internet und entscheidet damit über die Entwicklung der Demokratie? Über diese und ähnliche Fragen wollen wir in unserem 9. Zukunftssalon sprechen:

Dienstag, 6. September 2011, 19 Uhr Wrangelschlösschen
Schlossstraße 48, 12165 Berlin, U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz

Zu Gast: Dr. Stefan Münker, Medienwissenschaftler und Publizist, Privatdozent am Institut für Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Autor zahlreicher Veröffentlichungen des Suhrkamp Verlags zur Zukunft des Internets

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Anschluss sind Sie zum lockeren Austausch bei Saft, Wasser und Brezeln eingeladen. >>> Mehr auf der Website des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf

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