Rüdesheimer Platz Berlin

Martin Luther

Reformator und Schöpfer der deutschen Schriftsprache

„Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen!“
Unbeirrt kämpft und ringt Luther um den Glauben.
1513 in dem sogenannten „Turmerlebnis“, das als die eigentliche Geburts­stunde der Reformation angesehen wird, kommt er zu der Auffassung, dass „allein der Glaube“ („Sola fi­des“) zum ewigen Leben führt. Seine Offenbarung, dass sich die Zuwendung und Liebe Gottes nicht verdienen lässt, gibt ihm Stärke und Ruhe.

„Allein die Schrift, allein der Glaube, allein die Gnade, allein Jesus Christus!“
Alles, was Jesus Christus groß macht, so Luther, ist das Zentrum des Glaubens.

Lassen wir ihn in seiner Sprache schreiben:
„Aus disem allen kanstu nu recht urteylen unter allen buchern und unterscheyd nehmen, wilchs die besten sind. Denn nemlich ist Johannis Evangelion und Sanct Paulus Epistelln, sondern die zu den Romern, und sanct Peters erste Epistel der rechte kern und marck unter allen bucher, welche auch billich die ersten seyn sollten, und eym jeglichen Christen zu ratten were, das er die selben am ersten und aller meysten lese und yhm durch teglich leszen so gemeyn mechte als das teglich brott, Denn ynn disen findistu nicht viel werck und wunderthatten Christi beschrieben, Du findest aber gar meysterlich außgestrichen, wie der glawbe an Christum sund, tod und helle uberwindet und das leben, gerechtigkeyt und seligkeyt gibt, wilchs die rechte artt ist des Evangeli, wie du gehoret hast.“

Bild: Martin Luther aus der Bibel von 1893

martinlutherbildausbibel1893

Man bedenke, 1522 erscheint Martin Luthers erste deutsche Ausgabe des Neuen Testamentes. Sein Bestreben war davon beseelt, dass nicht nur der Papst die Bibel auslegen konnte, sondern JEDER. Dazu musste sie in einer Sprache geschrieben sein, die auch jeder lesen konnte. So hat er die deutsche Hochsprache entwickelt. Eine bahnbrechende Arbeit, denn ohne diese Sprachschöpfung wären die größten Werke deutscher Dichtung nicht möglich gewesen. Und kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe urteilte: „Die Deutschen sind erst ein Volk durch Luther geworden.“

Vor 25 Jahren: Wiedererrichtung des Lutherdenkmals in Görlitz

Welche Macht Luther zu allen Zeiten hat, kann auch ein Ereignis aus 1983 in der damaligen DDR belegen. Mir ist ein Dokument aus dieser Zeit ausgehändigt worden, das mir im Nachhinein auch ein Stück „friedliche Revolution“ erklärt. Ich werde versuchen, den Videomitschnitt von der Enthüllung des Lutherdenkmals vor der Lutherkirche in Görlitz hier hochzuladen. Es sind 21 Minuten, die es lohnt anzuschauen. Demnächst finden Sie hier die Quelle.

Aber dann …
Seien Sie mit dabei, wenn sich das historische Ereignis zum damaligen 500-jährigen Geburtstag Martin Luthers aufschlägt.

Übrigens sind es nun 525 Jahre seit Luthers Geburt. Ein besonderes Ereignis feiert die Lutherstadt Eisenach mit einem Taufereignis am Tauftag Martin Luthers: schauen Sie bei Luther525 vorbei.

Eine Quelle großer Inspiration

Hören Sie, was zum Jubiläumstag in den Medien gesprochen wurde. Schauen Sie hier vorbei.

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1 Kommentar »

  1. […] Martin Luther auf unserer Website … Hinterlasse einen Kommentar […]

    Pingback von Reformationstag « Rüdesheimer Platz Berlin — 29-Oktober-2010 @ 2:17


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