Rüdesheimer Platz Berlin

Stolpersteine

Stolpersteine und ihre Gegner

Wir haben die Informationen zu dem Ehepaar Paula und Siegfried Jordan auf eine eigene Seite gelegt. Bei der Überprüfung der Links mussten wir feststellen, dass die Stolpersteine nicht verlegt sind, sondern in der Musikhochschule in München ausgestellt werden. Die Diskussionen haben ja einiges erahnen lassen. …

Kairos“ in der klassisch-hellenistischen Bedeutung
[…] „In den meisten deutschen Großstädten ist das Projekt erwünscht, doch München lehnt es bis jetzt ab“, schreibt Anne Göbel, in der Süddeutschen Zeitung. In München ist das deutschlandweit anerkannte Projekt nicht willkommen. Eine Schülerinitiative des Luisengymnasiums, in München-Bogenhausen, erforscht das Schicksal des von den Nazis ermordeten jüdischen Ehepaares Siegfried und Paula Jordan, ehemals wohnhaft in der Mauerkirchstr. 13. Die Initiative sammelt Geld für für zwei Stolpersteine, und der Künstler Gunter Demnig verlegt, am 25. Mai 2004, ohne Genehmigung zwei Steine. „Ausdrücklich gewünscht war sie (die Verlegung) von Peter Jordan, dem aus England angereisten Sohn des ermordeten Ehepaares.“ Weitere Münchner Bürger und Holocaust-Überlebende möchten für ihre Angehörigen Stolpersteine verlegen lassen.

Der Artikel, der auch zu verschieden Leserbriefen geführt hat, können Sie noch hier nachlesen.

Berlin-Wilmersdorf

Nicht nur in München, auch in Berlin wurde die Aktion des Künstlers Gunter Demnig unterschiedlich aufgenommen. Mit der Verlegung von Stolpersteinen scheint es auch in Berlin so eine besondere Sache zu sein. Ebenfalls im Jahr 2005 gab es in Berlin im Januar/Februar 2005 eine Diskussion um die sog. „Rutschgefahr“. Im Tagesspiegel wird dies formuliert.

Trotz dieser erfolgreichen Arbeit des Gedenkens, war nun ausgerechnet in unserem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf das Projekt Demnigs eingestellt worden. Als Grund gibt der Bezirksbaustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) an, dass die Steine eine Rutschgefahr für die BürgerInnen darstellen, was dazu führen könnte, dass eine Reihe von BürgerInnen den Bezirk verklagen. Siehe oben … Wir können es kaum fassen, lesen aber auch heute, Sonntag, 21.3.2010 auf der AVIVA-Seite den Artikel über die Einstellung.

Nichtsdestotrotz vermehren sich auch in unserem Rheingau-Viertel die Stolpersteine. In der Landauer Straße befinden sich drei Stellen, an denen Stolpersteine verlegt sind. Die erste Messingplatte wurde in der Landauer Straße 3 von einem neuen Wohnungsinhaber initiiert, als dieser beim Einzug in seine Wohnung von dem Schicksal des Ehepaares Minna und Paul Grünfeld erfuhr. Hier sehen Sie den Text der Stolpersteine.

Dass Verzögerungen auftreten, hat jeder, der sich bemüht, weitere Steine zu verlegen, selbst erlebt.

Noch im Jahr 2009 wurde bei uns im Rheingau-Viertel Verlegungen durchgeführt.

Hier sind in den folgenden Straßen Stolpersteine verlegt:

Quelle der Stolpersteindaten: Seite des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf.

Stolpersteine außerhalb des Rheingau-Viertels, dennoch mit der Geschichte dieser Seite verbunden: Treuchtlinger Str. 5 (früher: Haberlandlandstr. 11) für Lilli und Max Henoch in Berlin-Schöneberg.

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1 Kommentar »

  1. […] Auf der, dem Ehepaar Jordan gewidmeten, Stolperstein-Seite erfahren Sie auch einiges mehr über die …. Hinterlasse einen Kommentar […]

    Pingback von Judika « Rüdesheimer Platz Berlin — 21-März-2010 @ 21:32


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